Nachbericht zum Treffen des Arbeitskreises Umwelt- und Arbeitssicherheit

Am 6. Februar 2026 fand die Online-Sitzung des IMU-Arbeitskreises Umwelt- und Arbeitssicherheit statt.

Zu Beginn informierte Volker Bockskopf (WSM) über aktuelle gesetzliche Entwicklungen auf EU- und Bundesebene. Thematisiert wurden insbesondere das EU-Omnibus-I-Paket, der Stand der CSRD-Umsetzung, geplante Änderungen im Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LKSG) sowie die nationale Umsetzung der Industrieemissionsrichtlinie (IED).

Im Anschluss stellte Henning H. Sittel von der Effizienz-Agentur NRW aktuelle Entwicklungen im Bereich nachhaltiger Verpackungen vor. Im Fokus standen neue europäische Anforderungen sowie die Verantwortlichkeiten der Wirtschaftsakteure entlang der Lieferkette. Diskutiert wurden insbesondere Herstellerbegriff, Registrierungspflichten und Systembeteiligung. Die Ausführungen verdeutlichten die zunehmende Komplexität der Regelungen im B2B- und B2C-Bereich.

Sandra Bart (ASBANDUS) gab anschließend einen praxisnahen Einblick in die Einführung von EMAS für energieintensive Unternehmen. Dabei wurden konkrete Vorlagen und Umsetzungshilfen vorgestellt, die zugleich für eine Zertifizierung nach ISO 14001 genutzt werden können. Besonders hervorgehoben wurden die Synergien zwischen EMAS und Energiemanagementsystemen nach DIN ISO 50001 sowie die wachsenden Anforderungen im Zusammenhang mit dem Energieeffizienzgesetz (EnEfG). Im abschließenden Erfahrungsaustausch wurde deutlich, dass insbesondere die zunehmenden Berichtspflichten (CSRD, EnEfG, BatterieVO) sowie die Verzahnung von Umwelt-, Energie- und Arbeitsschutzanforderungen die betriebliche Organisation vor neue Herausforderungen stellen. Gleichzeitig bieten standardisierte Managementsysteme eine gute Grundlage, um Synergien zu nutzen und Doppelarbeit zu vermeiden.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern und Referenten und informieren Sie zeitnah über die kommende Veranstaltung.