Nachbericht zum Treffen des Arbeitskreises Nachhaltigkeit

Am 27. Januar 2026 traf sich der Arbeitskreis Nachhaltigkeit des IMU und IBU zum zweiten Präsenz-treffen im Haus der Stahlverformung in Hagen.

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßten Frau Ley (IBU) und Herr Apputhurai (IMU) die Teilnehmenden und gaben einen Überblick über die Zielsetzung des Treffens. Zudem wurden die kartellrechtlichen Hinweise erläutert.

Im Anschluss stellte Herr Luca Epe (VIA Consult GmbH & Co. KG) das Dokument „Bewertung von Angabepflichten VSME“ vor. Ziel der Analyse ist es, Verbänden und Unternehmen eine verlässliche Orientierung bei der Anwendung des VSME-Standards zu geben. Der VSME wurde als pragmatischer und mittelstandsgerechter Einstieg in die Nachhaltigkeitsberichterstattung eingeordnet, insbesondere vor dem Hintergrund anhaltender Unsicherheiten rund um die CSRD. Der modulare Aufbau mit Basis- und Zusatzmodul ermöglicht eine flexible Anpassung an unterschiedliche Unternehmensanforderungen. Darauf aufbauend erläuterte Herr Epe den aktuellen Stand der Omnibus-Initiative. Die EU-Organe haben sich auf eine grundlegende Überarbeitung der bestehenden CSRD-Regelungen verständigt. Zentrale Elemente sind angehobene Schwellenwerte, eine deutliche Reduktion der verpflichtenden Datenpunkte sowie eine stärkere Fokussierung auf Wesentlichkeit und Verständlichkeit. Die Überarbeitung der ESRS durch die EFRAG zielt darauf ab, die Berichtspflichten spürbar zu vereinfachen, ohne die Nachhaltigkeitsziele der EU zu verwässern.

Der geplante Vortrag zur CO₂-Berechnung für den Mittelstand (PCF- und CCF-Ermittlung mithilfe von FRED) wurde von Herrn Tobias Hain mithilfe theoretischer und praktischer Ansätze vertieft. Die Teilnehmer werden herzlich zu der DEMO-Vorführung eingeladen. 

Nach der Mittagspause gaben Herr Alexander Lauschner und Herr Michael Tworek (sovity GmbH) eine Einführung in Catena-X im Kontext von Nachhaltigkeit. Vorgestellt wurden Ziele, Struktur und zentrale Anwendungsfälle des datengetriebenen Ökosystems, insbesondere in den Bereichen Product Carbon Footprint (PCF), digitale Produktpässe, Rückverfolgbarkeit und Lieferkettentransparenz. 

Im nächsten Programmpunkt gab Herr Marius Hasenheit (sustentio GmbH) einen Vortrag zum Thema „EcoVadis verstehen – mit Tipps & Tricks zur Bestbewertung“ Unteranderem erläuterten die Bewertungslogik von EcoVadis, die zugrunde liegenden Nachhaltigkeitskriterien sowie typische Fehlerquellen im Ratingprozess. Besonderes Augenmerk lag auf der strukturierten Aufbereitung von Nachweisen, der Nutzung bestehender Managementsysteme und der strategischen Verknüpfung von EcoVadis mit VSME-, ESRS- und SAQ-Anforderungen.

Der Industrieverband Massivumformung e. V. dankt allen Referenten und Teilnehmenden herzlich für ihr Engagement. Die nächste Sitzung des Arbeitskreises findet im September, auf Wunsch der Teilnehmer erneut in Präsenz, statt.