Nachbericht Arbeitskreis Energie-Effizienznetzwerk

Am 13. März fand die erste Sitzung des Arbeitskreis Energie-Effizienznetzwerks in diesem Jahr statt. 

Im ersten Impulsvortrag gab Herr Ade vom WSM Wirtschaftsverband ein umfassendes Update zu aktuellen Entwicklungen im Energiemarkt und der Energiepolitik. Im Fokus standen insbesondere die Entwicklungen der Gas- und Strompreise sowie deren Einfluss auf die Industrie. Dabei wurde deutlich, dass sich die Gasversorgungslage in Deutschland weiter stabilisiert hat, während die Großhandelspreise für Gas und Strom zwar gesunken sind, jedoch weiterhin von Volatilität geprägt bleiben. Ein zentraler Punkt des Vortrags war die Diskussion um das EU-Strommarktdesign. Hier wurde hervorgehoben, dass die Merit-Order weiterhin als grundlegender Mechanismus zur Preisbildung im Strommarkt bestehen bleibt. Zudem wurden aktuelle politische Entwicklungen, wie mögliche Eingriffe in den Emissionshandel oder Anpassungen der Strompreisgestaltung, thematisiert. Darüber hinaus ging Herr Ade auf verschiedene energiepolitische Instrumente ein, darunter der Industriestrompreis, die Strompreiskompensation sowie Regelungen im Rahmen des BEHG und der BECV. 

Im zweiten Fachvortrag stellte die Firma trawa innovative Batteriespeicherlösungen für Unternehmen vor. Dabei wurde aufgezeigt, wie sich durch intelligente Batteriespeichersteuerung und optimierte Beschaffungsstrategien erhebliche Einsparpotenziale realisieren lassen. Hintergrund ist die zunehmende Volatilität der Strompreise, die Unternehmen neue Chancen bietet, beispielsweise durch gezieltes Laden und Entladen von Speichern zu günstigen bzw. teuren Zeitpunkten. Ein wesentlicher Vorteil von Batteriespeichern liegt in der Kombination aus Eigenverbrauchsoptimierung, Lastspitzenkappung und Teilnahme am Strommarkt. Durch diese Maßnahmen können Energiekosten deutlich reduziert und zusätzliche Erlöse generiert werden. Praxisbeispiele zeigten, dass sich Investitionen in Batteriespeicher häufig bereits nach wenigen Jahren amortisieren und Einsparungen im zweistelligen Prozentbereich möglich sind. Zudem wurde ein strukturierter Ansatz zur Umsetzung solcher Projekte vorgestellt – von der Potenzialanalyse über die Planung bis hin zur Realisierung und Vermarktung der Flexibilität am Strommarkt. Dabei wurde betont, dass insbesondere mittelständische Unternehmen von datenbasierten Energiemanagementlösungen profitieren können.

Im anschließenden Erfahrungsaustausch diskutierten die Teilnehmenden über die Herausforderungen und Installation von Energiespeicherlösungen. 

Zum Abschluss wurde ein Ausblick aufkommende Themen und Veranstaltungen des Netzwerks gegeben. Der Termin der nächsten Sitzung wird den Teilnehmenden in Kürze bekannt gegeben.