Das mit knapp 50 Teilnehmenden gut besuchte Aachener Forum Freiformschmieden am 24. März 2026 bot unter anderem einem der Projektleiter der IMU-Studie „Klimapfad Massivumformung 2045“, Herrn Christian Harter (strato7 GmbH / fka GmbH), die Gelegenheit, ausgewählte und auf Unternehmen des Freiformschmiedens fokussierte Ergebnisse dieser Studie vorzustellen.
Der Abschlussbericht der Studie ist als Veröffentlichung in der Reihe massiverFOKUS erschienen. Die für den Vortrag verwendete Präsentation ist ebenfalls verfügbar – Sie finden diese in der Forschungsdatenbank zur Studie IMU 80.
Weitere Themen, die im Rahmen der beiden Aachener Foren (jenes zum Ringwalzen schloss sich am Folgetag an) behandelt wurden, umfassten unter anderem Einblicke in das automatisierte Freiformschmieden von Eisenbahnachsen. Vorgestellt wurde ein durchgängiger „Round-Trip“ – vom Stichplan über die FEM-Simulation bis hin zum automatisierten Schmiedeprozess mit anschließender Laservermessung. Darüber hinaus wurden die Korngrößenvorhersage mittels AI ModelMaker in QForm UK, der Einfluss neuer Brennstoffe auf Zunderbildung und Entzunderung sowie entsprechende Coating-Ansätze zur gezielten Beeinflussung dieser Mechanismen diskutiert. Ergänzt wurde dies durch Beiträge zur simulationsbasierten Vorhersage der Leistungsfähigkeit umgeformter Bauteile sowie einen Rückblick auf das zu Projektbeginn vorgestellte Forschungsvorhaben zu hohlgeschmiedeten Rotorwellen aus LHD-Stahl.
Mit besonderem Fokus auf das Ringwalzen wurden zudem Beiträge zu den Grundlagen sowie zur prozesstechnischen Umsetzung in Steuerung und Simulation präsentiert. Weitere Schwerpunkte bildeten die schädigungskontrollierte Herstellung von Ringen, industrielle Anwendungsbeispiele von Ringwalzsimulationen in QForm UK 12, die Vorstellung einer neuen Ringwalze von Andritz Schuler sowie die datenbasierte Prädiktion von Dornwalzenbrüchen.
Regelmäßige Teilnehmende des IMU-Techniktreffs Freiformschmieden und Ringwalzen konnten ihr Wissen insbesondere in den Beiträgen „Neues energieeffizientes Antriebskonzept für Freiformschmiedepressen und hydraulische Radialschmiedemaschinen“ sowie „Ammoniak als Energieträger“ auffrischen.
Über die fachlichen Inhalte hinaus wurde – unterstützt durch eine interaktive Befragung – eine Diskussion zu den Möglichkeiten und Potenzialen einer intensivierten Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Industrie angestoßen.