Mit dem offiziellen Kick-off ist das Forschungsprojekt „OGAGE – Optimierung des Gratbahndesigns durch Analyse des geometrischen Endwiderstands“ erfolgreich gestartet. Im Rahmen der Sitzung, die mit 13 Teilnehmern gut besucht war, stellte Bearbeiter Florian Götz für das IPH – Institut für Integrierte Produktion Hannover die Projektziele, den geplanten Arbeitsablauf sowie erste Ergebnisse aus den bereits laufenden Untersuchungen vor.
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Entwicklung einer Methode zur systematischen und möglichst automatisierten Auslegung von Gratbahnen bei Gesenkschmiedeteilen. Ziel ist es, den bislang hohen Aufwand für FEM-gestützte Prozessauslegungen deutlich zu reduzieren und gleichzeitig Zielkonflikte zwischen Materialeinsatz, Energiebedarf, Werkzeugverschleiß und sicherer Formfüllung besser beherrschbar zu machen. Grundlage hierfür bildet die Analyse des sogenannten geometrischen Endwiderstands, der den Materialfluss innerhalb der Gratbahn beschreibt. Im Rahmen des Treffens wurden dazu die geplanten Arbeitspakete, die vorgesehenen Simulations- und Optimierungsansätze sowie erste Untersuchungen zu verschiedenen Gratbahngeometrien vorgestellt.
Ein besonderer Schwerpunkt der Sitzung lag auf der aktiven Einbindung der projektbegleitenden Ausschussmitglieder. In zwei interaktiven Umfragen wurden sowohl aktuelle Herausforderungen in der Prozessauslegung als auch Erwartungen an das Forschungsvorhaben abgefragt. Von OGAGE erwarten die beteiligten Unternehmen insbesondere eine effizientere und automatisierte Gratbahnauslegung sowie eine Reduktion von Iterationsschleifen und Entwicklungsaufwand.
Im organisatorischen Teil der Sitzung stellte sich Herr Jürgen Steinhof vom Hammerwerk Fridingen als Leiter des projektbegleitenden Ausschusses zur Verfügung. Zudem verständigten sich die Projektpartner darauf, ein nächstes Online-Treffen für die Kalenderwoche 43 im Jahr 2026 einzuplanen, um die bis dahin erzielten Fortschritte gemeinsam zu bewerten und die weiteren Arbeitsschritte abzustimmen.