Der Arbeitskreis Werkstoffe traf sich am 18. März 2026 bei der Brück GmbH in Saarbrücken zu einer gut besuchten Sitzung mit vielfältigen fachlichen Impulsen und intensivem Austausch. Nach der Begrüßung und einer kurzen Vorstellrunde – insbesondere mit Blick auf neue Teilnehmende – standen mehrere Fachbeiträge im Mittelpunkt des Programms. So beleuchtete Dr. Martin Hunkel (IWT Bremen) den Einfluss von Seigerungen auf das Wärmebehandlungsergebnis. In der anschließenden Diskussion wurde insbesondere die Frage einer objektiven Bewertung der Zeiligkeit aufgegriffen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Anforderungen der neuen CQI-9-Prozesstabelle für das Schmieden, deren Entwurf Markus Milde vorstellte. Bei spontaner Umfrage zeigte sich ein heterogenes Bild hinsichtlich der Relevanz der CQI-9 in den Unternehmen.
Am Nachmittag rückte die Transformation thermischer Prozesse in den Fokus: Dr. Jenna-Kathrin Depka (DEW) präsentierte Ansätze zur Dekarbonisierung durch den Einsatz von Wasserstoff, insbesondere im Hinblick auf Prozessstabilität, Qualität und Wirtschaftlichkeit.
Im Erfahrungsaustausch wurden aktuelle Entwicklungen in der Normung diskutiert, darunter neue ISO-Vorhaben zur Bewertung nichtmetallischer Einschlüsse.
Ein besonderes Highlight war der Betriebsrundgang bei der Brück GmbH, bei dem unter anderem das Ringwalzen eines Großbauteils eindrucksvoll demonstriert wurde.
Auch organisatorisch wurden wichtige Weichen gestellt: Nach rund 15 Jahren übergab Ulrich Speckenheuer (Siepmann-Werke) die Leitung des Arbeitskreises. Mit breiter Zustimmung wurde Herr Christoph Schube (von Schaewen) als neuer Arbeitskreisleiter bestimmt. Der Arbeitskreis dankte Herrn Speckenheuer ausdrücklich für sein langjähriges Engagement.
Die Sitzung verdeutlichte einmal mehr die hohe Relevanz des fachlichen Austauschs innerhalb des Netzwerks – insbesondere vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen wie Normungsanforderungen und der Dekarbonisierung industrieller Prozesse.