AiF und IGF sind akut gefährdet – Aufruf zur Briefaktion

Ende Juni wurde der Vertrag zwischen AiF und BMWK zur Durchführung der IGF gekündigt. Es droht der Kollaps des bisher erfolgreichen Systems. Das Mittelstandsnetzwerk ruft zu einer Briefaktion auf.

Seit Mitte 2021 schwelt eine Auseinandersetzung zwischen Bundeswirtschaftsministerium und der AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. zur Fortführung des Vertrags aus 1996, nach dem die AiF als Verwaltungshelfer des Bundeswirtschaftsministeriums zur Durchführung des Förderprogramms IGF Industrielle Gemeinschaftsforschung fungiert.

Das BMWK hat den entsprechenden Vertrag nun trotz diverser Alternativvorschläge der AiF zur zukünftigen Ausgestaltung – u.a. das „ZDH“-Modell – ein Jahr später zum 31.12.2023 gekündigt und die offene Ausschreibung einer Projektträgerschaft angekündigt.

Damit wurde die besondere Rolle der AiF für den in vielen Evaluationen und Studien nachgewiesenen Erfolg der IGF nicht anerkannt.

Alleine der Industrieverband Massivumformung und die German Cold Forging Group haben in den letzten Jahren über die Struktur der AiF aus dem IGF-Programm jeweils über 2 Mio. EUR an Forschungsmitteln für die Branche gewinnen können.

Es droht eine einzigartige, von der Industrie selbst organisierte und finanzierte Struktur zerschlagen zu werden, die in der Vergangenheit eine hohe Qualität, Effektivität und Effizienz in der Verwendung der IGF-Mittel garantiert hat. Insbesondere das ausgefeilte Gutachterwesen der AiF hat sichergestellt, dass zielorientiert und in enger Zusammenarbeit zwischen Industrie und Wissenschaft an den relevanten Themen geforscht wurde.

Im Anhang finden Sie das Schreiben der AiF an Bundesminister Dr. Habeck, in dem eine Wiederaufnahme des Dialogs mit der AiF und ein Anerkennen des ZDH-Modells gefordert werden.   

Um die Stimme des Mittelstandes hörbar zu machen und die Bedeutung der IGF für den Mittelstand zu verdeutlichen, bitten wir unsere Mitgliedsunternehmen um individuelle Schreiben an:

  • Herrn Bundesminister Dr. Robert Habeck
  • Ihnen bekannte Staatssekretärinnen und Staatssekretäre im BMWK
  • Ihnen bekannte Bundestagsabgeordnete (bevorzugt der Regierungsfraktionen)

sowie

  • Presseaktivitäten jeglicher Art zur Unterstützung der Forderungen.