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Industrie 4.0

In den Fabriken der Zukunft kommunizieren Maschinen, Werkstoffe und Produkte miteinander. Der Verband begleitet entsprechende Forschungsprojekte, wie z. B. „EMuDig 4.0“. Rechtliches, Datensicherheit oder Geschäftsmodelle der Zukunft stehen ebenfalls auf der Agenda. Industrie 4.0 bedeutet, dass die Branche der Massivumformung einen Technologiesprung machen wird. Digitalvernetzte Fertigungsanlagen, IT-gestützte Automationslösungen und neuartige Datenanalyse-Möglichkeiten werden die Branche weiterentwickeln und für den globalen Wettbewerb fit machen.

  • EMuDig 4.0 - Effizienzschub in der Massivumformung durch Entwicklung und Integration digitaler Technologien im Engineering der gesamten Wertschöpfungskette:

EMuDig 4.0 steht für die Einführung digitaler Technologien in die Prozesskette der Massivumformung. Durch eine selbstlernende Datenbasis sollen sie einen Beitrag für ein verbessertes durchgängiges Produktengineering und für eine deutliche Erhöhung der Prozessfähigkeit leisten. Ein Konsortialprojekt unter Beteiligung von drei Industriebetrieben und vier Forschungs-instituten entwickelte und bewertete mittels zweier Demonstrator‐ und einer Modellanwendung eine methodische Vorgehensweise, mit der die Daten komplexer Produktionsanlagen entlang der Wertschöpfungskette erfasst, gespeichert, verarbeitet und analysiert werden können, um durch interdisziplinäre Zusammen-arbeit von Anlagenbetreiber, Anlagenhersteller, Cloudbetreiber, Softwarehersteller und Wissenschaft die Effizienz und die Verfügbarkeit der Anlagen zu erhöhen. Die prototypische Umsetzung und der Nachweis der technischen und wirtschaft-lichen Machbarkeit erfolgt exemplarisch in zwei Produktions-unternehmen und modellhaft an den beteiligten Forschungs-instituten. Im Fokus der Forschungsarbeiten standen daher die Entwicklung einer methodischen Vorgehensweise, mit der die Daten komplexer Produktionsanlagen entlang der gesamten Wertschöpfungskette erfasst, verarbeitet und analysiert werden können. Die prototypische Umsetzung erfolgt exemplarisch in zwei Produktionsunternehmen. Weitere Informationen finden Sie hier.

  • Einzelkennzeichnung:

Eine individuelle Identifikation und damit Rückverfolgbarkeit von einzelnen Teilen während des Produktionsprozesses ist eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung von Industrie 4.0. Derzeitiger Stand der Technik in der Massivumformung als zum großen Teil Massenherstell-Verfahren ist eine Chargen-Zuordnung, indem ein im Umformwerkzeug vorhandenes Chargenkennzeichen auf die Umformteile während der Produktion aufgeprägt wird. Somit ist es derzeit auch nicht möglich, aufgezeichnete Prozessgrößen und Eingangsdaten einem individuellen Bauteil zuzuordnen. Der Industrieverband Massivumformung hat eine Studie durchgeführt, in der heute verfügbare Verfahren in Labor-und Praxisversuchen hinsichtlich der Lesbarkeit der Kennzeichnung nach dem Schmieden über den gesamten übrigen Prozess getestet wurden. Für Stahlbauteile hat sich das Nadeln als sinnvolles Verfahren erwiesen, für Aluminium-Bauteile ist auch das Lasern ein praktikables Verfahren.

  • Arbeitskreis Massivumformung 4.0:

Das Gremium berichtet mit Vorträgen und interdisziplinärer Zusammenarbeit über den Status des Trendthemas Industrie 4.0 und fördert den unternehmensübergreifenden Austausch von Herausforderungen rund um die Umsetzung der Digitalisierungsmaßnahmen in der betrieblichen Praxis der Massivumformung. Seit Anfang 2021 bildet ein moderierter Workshop zum aktuellen Thema den Kernpunkt des Treffens. Weitere Infos zum AK Massivumformung 4.0