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Wasserstoff als der Energieträger der Zukunft

10.06.2021

Die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech) und der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) untersuchen in Zusammenarbeit mit einem australischen Konsortium Wasserstoff-Kooperationsmöglichkeiten zwischen Deutschland und Australien. Mit dem Projekt „HySupply“ soll herausgearbeitet werden, wie eine Wertschöpfungskette für erneuerbaren Wasserstoff zwischen beiden Ländern aussehen kann.

Immer öfter ist über Wasserstoff als Energieträger der Zukunft zu hören und zu lesen. Doch wie kann der Bedarf an Wasserstoff gedeckt und wie können darauf basierende, nachhaltig funktionierende Geschäftsmodelle entwickelt werden?

Die Energiewende in Deutschland hat sich bisher vor allem auf Strom aus erneuerbaren Energien konzentriert. Strom ist aber nur ein kleiner Teil des Energiesystems. Über 80 Prozent unserer Energie kommt nach wie vor aus fossilen Quellen, insbesondere in dem Bereich der Industrie. Wasserstoff aus der Elektrolyse von Wasser, die durch erneuerbaren Strom betrieben wird, kann dazu beitragen, auch diese Bereiche zu defossilisieren.

Ohne Importe wird das Deutschland kaum gelingen. Das liegt vor allem daran, dass wir hierzulande beim Ausbau von Wind- und Solaranlagen noch nicht weit genug sind, um die benötigten Mengen erneuerbaren Strom herzustellen. 

Auch für die Branche der deutschen Massivumformung werden die Ergebnisse der gemeinsamen Kooperation mit hohem Interesse abzuwarten sein, um das gesetzte Ziel der Klimaneutralität zu erreichen. Eine Umfrage unter den Mitgliedsunternehmen des Industrieverbandes innerhalb des letzten IMU-Mittagsforums hat ergeben, dass sich große Mengen des Energiebedarfs nicht bis 2045 technisch elektrifizieren lassen werden und demnach ein hoher Bedarf an grünem Wasserstoff vorliegt.

 

 

Quelle: Maschinenraum Stories | Interview mit Jill Thesen (BDI) und Christoph Stemmler (acatech)