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NOCARBforging 2050 – FRED geht live

21.07.2021

Erfolgreicher Abschluss der ersten Phase. Der Product Carbon Footprint (PCF) kann jetzt auf Kundenwunsch individuell erstellt werden. Mit einem Abschlussworkshop am 9. Juli feierte die Initiative NOCARBforging 2050 das Ergebnis der ersten Projektphase – das massivumformspezifische PCF-Tool FRED. Die teilnehmenden Unternehmen können das Tool nun uneingeschränkt nutzen. Ab Herbst 2021 steht das Tool weiteren, interessierten Gruppen zur Verfügung.

Freude und Stolz mischen sich, wenn Tobias Hain, Geschäftsführer des Industrieverbandes Massivumformung, die Initiative NOCARBforging 2050 und das Tool FRED beschreibt: „Wir haben genau zum richtigen Zeitpunkt begonnen, uns mit den Anforderungen des Klimawandels an unsere Industrie zu beschäftigen und nun mit FRED eine wichtige Basis für die Unternehmen der Massivumformung gelegt, um den enormen Herausforderungen zu begegnen. Mit 51 Partnern haben wir ein einzigartiges Tool geschaffen, das den Branchenbenchmark für die Ermittlung des Product Carbon Footprints bildet.“

In dem PCF-Tool FRED können Unternehmen der Massivumformung ihre individuelle Prozesskette und alle Einflussparameter der Fertigung eines spezifischen Bauteils abbilden und die daraus entstehende CO-Emission berechnen. Die Auswertung zeigt die jeweiligen Hotspots im Prozess und eine Aufteilung nach Scope 1 bis 3. Es entspricht den Anforderungen der ISO 14067/69 und dem Greenhouse Gas Protocoll GHG.

Der Product Carbon Footprint wird zunehmend von Kunden im Rahmen ihrer Ausschreibungen nachgefragt. Zudem werden Maßnahmenpläne zur Reduzierung im Zeitablauf gefordert. Die erste Forderung können die Teilnehmer der Initiative nun einfach erfüllen. Somit ist auch die Basis gegeben, das Thema Klimaneutralität inhaltlich aufzugreifen: Wie können in den energieintensiven Prozessen der Massivumformung entsprechende Reduzierungen bis hin zur Klimaneutralität erreicht werden?

Dieser Kernfrage widmet sich das ZIM-Innovationsnetzwerk (Forging Innovation Network), das der Industrieverband Massivumformung aktuell organisiert. Start ist im Herbst 2021. Innerhalb des Innovationsnetzwerkes FINN sollen exemplarische, massivumgeformte Bauteile mit Hilfe von FRED analysiert und dann Lösungen zur CO-Eliminierung im Produkt identifiziert werden. Von Best-Practice Ansätzen über ZIM-Projekte bis hin zu grundlegenden Forschungsprojekten reichen die möglichen Ansätze, die aus dem initialen „Ideenbasar“ erwartet werden. Als Termin für die geplante Präsenzveranstaltung wurde der 11. November 2021 festgelegt.

„Die Klimaneutralität bis 2050 stellt für uns eine hohe Hürde dar. Wir wollen gemeinsam herausfinden, was möglich ist und auch aufzeigen, was in welchem Zeitrahmen zu realisieren ist.“, so Projektleiter Dr. Hans-Willi Raedt.

Das PCF-Tool FRED wird den zusätzlichen Teilnehmern des Innovationsnetzwerkes zur freien Verwendung zur Verfügung gestellt. Ab Jahresbeginn 2022 dann allen IMU-Mitgliedern als Wahlangebot im Rahmen der Beitragsordnung. Ab Mitte 2022 können alle interessierten Unternehmen das Tool entgeltlich erwerben.

Weitere Informationen zu dem PCF-Tool FRED und dem Innovationsnetzwerk FINN sowie die Einladung zum „Ideenbasar“ erhalten Sie in Kürze.

Ansprechpartner: Tobias Hain (hain(at)massivumformung.de)