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Lufthärtende, duktile Schmiedestähle mit erhöhten Mangangehalten (LHD-Schmiedestahl)

Status abgeschlossen
Ziele

1. Einsparung des Prozessschrittes Vergüten für hier bislang ausgegrenzte Bauteiltypen

Ziel des Forschungsprojektes ist die Entwicklung eines lufthärtenden Schmiedestahles mit erhöhtem Mangangehalt (3-10 Gew.-% Mn), der auf ein zusätzliches Vergüten verzichten kann und im geschmiedeten Bauteil folgende Eigenschaften aufweist:

  • •Streckgrenze Rp0,2 > 940 N/mm²
  • Zugfestigkeit Rm > 1200 N/mm²
  • Bruchdehnung > 10 %
  • Kerbschlagarbeit ISO-V (bei RT) > 30 J

Diese Eigenschaften sollen auch für Bauteile mit großen Wanddicken darstellbar sein, was mit AFP- und bainitischen Stählen bisher nicht möglich ist. Weiterhin sollen die Zähigkeitseigenschaften bei tiefen Temperaturen verbessert werden.


2. Entwicklung eines lufthärtenden Stahls mit erhöhtem Mangangehalt

Unter Nutzung eines mittleren Mangangehaltes (3-10%) soll ein Schmiedestahl entwickelt werden, welcher auch bei großen Bauteilen eine Härtung bei Luftabkühlung erlaubt. Dabei dienen die erhöhten Mangangehalte nicht nur der Umwandlungsverzögerung sondern insbesondere auch der Stabilisierung von hohen Restaustenitgehalten von bis zu 20 Vol.-%. Die gezielte Einstellung dieser Restaustenitgehalte und deren Stabilität in der martensitischen Matrix stellen den Schlüssel zur Einstellung eines hochfesten und gleichzeitig duktilen Gefüges dar und sind Hauptgegenstand dieses Forschungsprojektes.


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