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Lagegenauigkeit von Innen- und Außenverzahnungen an umformtechnisch hergestellten hohlen Wellen

Status abgeschlossen
Ziele

1. Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit
Steigerung der preislichen Wettbewerbsfähigkeit in Bezug auf Materialkosten, Maschinenkosten und Rüstzeiten. Das bislang eingesetzte Drehen der genapften Halbzeuge kann bei der Herstellung eines präzisen Halbzeuges wegfallen. Hierbei sind eine Bearbeitungszugabe der Teile, der innerbetriebliche Transport und die Rüstzeiten für verschiedene Werkzeugsätze der Umformpressen nicht mehr notwendig.

2. Steigerung der Attraktivität der Produkte
Steigerung der Attraktivität der Produkte und des Images der Unternehmen. Diese nicht-preislichen Wettbewerbsfähigkeit stützt sich auf Parameter wie Qualität, Design und Zuverlässigkeit, welche für die Unternehmen zunächst nicht erfassbar sind.

3. Bestimmung der Einflussfaktoren auf die Lagegenauigkeit

Theoretische Bestimmung von Einflussfaktoren auf die Lagegenauigkeit beim Fließpressen von hohlen Halbzeugen. Hierbei sind Fragestellungen zur Rohteilherstellung (Planheit der Scherflächen, Homogenität des Rohteils usw.), Steifigkeit und Führungskonzepten der Werkzeuge oder auch tribologische Faktoren (z. B. bei mehrstufigen Prozessen) zu untersuchen.

4. Stadienplanentwicklung incl. Werkzeugkonzepte
Entwicklung eines Stadienplans und der zugehörigen Werkzeugkonzepte zur wirtschaftlichen Herstellung hochgenauer rohrförmiger Halbzeuge und fertiger Bauteile mit Formelement in beiden Werkzeughälften

5.  Überarbeitung der Genauigkeitsanforderungen

Überarbeitung von Genauigkeitsanforderungen für hohle fließgepresste Wellen. Die Fragestellung, die diesem Teilziel zugrunde liegt, ist, inwieweit sind geforderte Lagegenauigkeiten an hohlen Wellen notwendig und für welche Produkte reichen auch eine geringere Anforderungen. Bei der Konstruktion hohler Wellen werden aufgrund unnötig hoher Sicherheiten gegen Taumeln oder Schlingern oder auch aufgrund von betrieblichen Gewohnheiten oftmals übertriebene Anforderungen an die Lagegenauigkeit gestellt, die eine umformende Herstellung oftmals von vorneherein ausschließen. Im Rahmen dieses Projektes soll die Notwendigkeit enger Lagetoleranzen bei hohlen Wellen untersucht werden.

6.  Verfahrens- und Werkzeugentwicklung
Verfahrensentwicklung zum Hohl-Vorwärts- und Hohl-Rückwärts-Fließpressen für das Mehrfachverzahnungspressen von hohlen Wellen. Bei der Verfahrensentwicklung und Werkzeugkonstruktion ist besonders auf die Gestaltung der Werkzeugführung zu achten. Wie bereits bei der Herstellung des rohrförmigen Halbzeuges sind die formgebenden Werkzeugelemente getrennt. Das große Verhältnis von Bauteillänge zu Durchmesser und die sich damit ergebende geringere Knicksteifigkeit, sowohl der Stempel als auch des Bauteiles selbst, machen die Werkzeugführung für diese Verfahrenskombination besonders anspruchsvoll.


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