Benutzeranmeldung

Einfluss von Faserverlauf und Gefüge auf die Schwingfestigkeit von AFP-Stählen

Status abgeschlossen
Ziele

1. Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von AFP-Stählen durch einen den Faserverlauf berücksichtigenden Auslegungsprozess
Ein Auslegungsprozess für Bauteile, der die gesamte Umformgeschichte des Bauteils (abgebildet durch den Faserverlauf) berücksichtigt, führt zu einem werkstoffgerechten und damit wirtschaftlichen Bauteildesign. Die Steigerung der Wirtschaftlichkeit ist mit heutigem Kenntnisstand nicht abschätzbar - es erfolgt somit keine Quantifizierung dieses Ziels.

2. Feststellung des Einflusses des Faserverlaufs auf die Schwingfestigkeit
Ziel des ersten Projektabschnittes ist es, festzustellen ob ein Einfluss des Faserverlaufs auf die Schwingfestigkeit von AFP-Stählen besteht.

3. Ermittlung quantitativer Zusammenhänge zwischen Faserverlauf, Gefüge und Schwingfestigkeit
Erarbeitung von funktionalen, quantitativen Zusammenhängen zwischen Faserverlauf, Gefügekenngrößen und der Schwingfestigkeit, die für die Bauteilbemessung herangezogen werden können.

4. Übertragbarkeit auf reale Bauteile
Es ist die wissenschaftliche Zielsetzung des Vorhabens, durch Anwendung von Übertragbarkeitskonzepten die Ergebnisse zum Fasereinfluss, die an Proben und Modellbauteilen gewonnen werden, auf reale Bauteile zu übertragen.

5. Simulation des Faserverlaufs als Eingangsgröße zur Übertragbarkeit

Hoch beanspruchte, geschmiedete Komponenten sollen bereits in der Entwicklungsphase eine weitgehende Voroptimierung hinsichtlich des Faserverlaufs ohne Prototypenbau erfahren. Hierfür soll der Faserverlauf als Eingangsgröße für eine betriebsfeste Bemessung simuliert werden.

6. Vorbereitung der Projektergebnisse für eine Aufnahme in die FKM-Richtlinie

Die im Projekt gewonnenen Ergebnisse hinsichtlich des Einflusses des Faserverlaufs auf die Schwingfestigkeit sollen zur Aufnahme in die FKM-Richtlinie vorbereitet werden.

7. Vergleich der Schwingfestigkeit von Vergütungs- und AFP-Stahl mit vergleichbarem Faserverlauf bei Spannungskonzentrationen (im Rahmen einer Anschlussstudie)
Das Forschungsvorhaben hat gezeigt, dass Schmiedeteile aus AFP-Stahl hinsichtlich ihres Verhaltens bei schwingender Beanspruchung sehr konkurrenzfähig gegenüber teureren Vergütungsstählen sind. Um den Vergleich von Vergütungs- und AFP-Stahl auch für den gekerbten Fall durchführen zu können, sollen hier für den Vergütungsstahl im gekerbten Fall in Faserquer- und Faserlängsrichtung Wöhlerkurven aufgenommen werden und jenen des AFP-Stahls gegenübergestellt werden.


Weitere Informationen für Mitglieder des Industrieverband Massivumformung e.V.
Zum Aufruf der Inhalte müssen Sie über einen gültigen Benutzernamen und ein Kennwort für den Mitgliederbereich verfügen.