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Im Tal der Könige

Ausschnitt aus den Bildern aus dem Grab von Rechmiré, Wesier in der Dynastie des 18. Jh. (ca. 1450 vor Christus)

Auch die Ägypter waren Meister der Schmiedekunst. Im 3. und 4. Jahrtausend v. Chr. betrieben sie eine Vielzahl von Kupferbergwerken auf dem Sinai. Kupferne Kessel, Messer und Nadeln wurden auf Ausgrabungen gefunden.

Auch war den damaligen Handwerkern schon das Gießen von Metall bekannt. Eine ca. 6000 Jahre alte Kupferaxt, die vermutlich in einer Erdform gegossen und dann verschmiedet wurde, ist das älteste Fundstück, das die Schmiedekunst in Ägypten belegt.

Die sauberen Verbindungen an filigranen Ketten und Spangen weisen darauf hin, dass die Ägypter bereits die Technik des Lötens beherrschten. 1922 entdeckte der Engländer Howard Carter das Grab des Pharaos Tutanchamun im Tal der Könige. Fast unversehrt fand er Schatz-, Grab- und Vorkammer vor.

In einem wuchtigen Quarzitsarkophag befanden sich ineinander gelegt drei kleinere Sarkophage, zwei davon aus vergoldetem Holz. Der dritte, 187,5 cm große Sarkophag, war aus reinem Gold gearbeitet und wog 110,4 kg. Die darin gebettete Mumie war mit unzähligen Amuletten und kunstvoll gefertigten Schmuckstücken ausgestattet.

Eine Goldmaske, mit Halbedelsteinen und Einlegearbeiten aus gefärbten Glas aufwendig verziert, bedeckte das Antlitz des Pharaos. Hohe Kunstfertigkeit ägyptischer Goldschmiede zeigte sich hier in einer Vielzahl von gefundenen Gegenständen, die zu den größten und bedeutendsten Entdeckungen der Geschichte Ägyptens zählen.