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Damaszener - Kunst des Morgenlands

Nach der Stadt Damaskus wurde ein weiteres bekanntes Stahlverarbeitungsverfahren benannt, das sogenannte Damaszieren. Im späten Mittelalter aus Persien und Indien nach Europa eingeführt, war diese Technik von der ersten Hälfte des dritten Jahrhunderts bis zum 11. Jahrhundert auch im Abendland bekannt.

Damaszenerklingen zählten zu den schärfsten und langlebigsten Klingen der Schwertkunst. Das Herstellungsprinzip beruhte auf ein schichtweises Zusammenfügen von hartem und weichen Material. Dünne Vierkantstäbe und Drähte aus unterschiedlich hartem Stahl wurden mehrfach übereinandergelegt, verschweißt, verwunden und durch hämmern wieder zu einzelnen Stäben gestreckt.

Durch die Berührungslinien der verschiedenen Stahlschichten ergab sich das für diese Schmiedetechnik charakteristische Wellenmuster. Bei Fälschungen wurden geschwungene Linien in die Oberfläche einfacher Stahlstücke graviert oder geätzt.

Auch heute findet dieses Verfahren Anwendung in der Fertigung von hochwertigen Küchenmessern und Scherenklingen.